Es ist 6:30 Uhr. Draußen ist es grau, es regnet gegen die Scheibe, und das Bett ist so verlockend warm, dass ich fast daran denke, einfach weiterzuschlafen. Aber dann rieche ich es. Dieser süße, würzige Duft von Zimt und Butter, der durch die ganze Küche zieht. Ich ziehe mich an, gehe in die Küche und sehe sie: Goldbraun, fluffig, mit einer glänzenden Zuckerglasur, die noch warm ist. Und das Beste? Ich habe sie gestern Abend in zehn Minuten vorbereitet. Nicht eine Stunde. Nicht zwei. Zehn Minuten.
Ich nenne sie meine „Overnight Zimtschnecken“, und ehrlich gesagt, sind sie der einzige Grund, warum ich morgens überhaupt aufstehe. Vor ein paar Jahren wäre ich in dieser Situation beim ersten Anzeichen von Sonnenschein wieder ins Bett gekrabbelt. Ich hasse es, morgens am Herd zu stehen, besonders wenn es um Hefeteig geht. Hefe ist zickig. Sie mag keine Zugluft, keine Kälte und keine Ungeduld. Früher habe ich versucht, frische Zimtschnecken am Samstagabend zu backen, um sie am Sonntag früh servieren zu können. Das Ergebnis? Oftmals matschige Böden oder steinharte Ränder, weil die Zeitplanung nicht gestimmt hat. Ich habe so viele Brote Hefe in den Müll geworfen, dass ich fast aufgegeben hätte.
Dann habe ich einen Zufallstreffer gelandet. Ein altes Rezeptbuch meiner Tante, in dem stand: „Den Teig abdecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen.“ Ich war skeptisch. Schmecken sie nicht sauersäuerlich, wenn die Hefe so lange arbeitet? Oder sind sie trocken? Aber ich war verzweifelt. Ich wollte diese knusprigen, weichen, zuckersüßen Zimtschnecken, aber ich hatte keine Lust, vier Stunden zu warten, bis der Teig aufgegangen ist. Also habe ich es gewagt. Ich habe den Teig zusammengewürfelt, in die Form geschoben und ihn für 8 bis 12 Stunden in den Kühlschrank gestellt. Am nächsten Morgen habe ich sie direkt aus der Kälte in den Ofen geschoben.
Das Ergebnis war nicht nur gut. Es war unglaublich. Die Hefe hat langsam, gleichmäßig und bei der idealen Temperatur gearbeitet. Die Schnecken sind so fluffig geworden, dass sie fast zerfallen, wenn man sie anfasst. Und weil ich sie abends fertig habe, war der Morgen stressfrei. Keine Eile. Kein Stress. Nur das angenehme Warten auf den Ofenton. Seitdem mache ich diese Overnight Zimtschnecken mindestens einmal in der Woche. Es ist mein Geheimnis für entspannte Wochenenden und glückliche Familienmorgen.
Ich habe dieses Rezept jetzt über 15 Mal getestet — mit verschiedenen Mehlsorten, mit und ohne Eigelb, mit unterschiedlichen Kühlschränken. Und ich habe endlich die perfekte Balance gefunden. Wenn du also auch denkst, dass Zimtschnecken nur etwas für Profibäcker sind, hör auf. Das hier ist einfach. Das hier ist ehrlich. Und das hier schmeckt besser als alles, was du im Supermarkt kaufen kannst.
Warum du diese Overnight Zimtschnecken lieben wirst
Es gibt viele Gründe, warum diese Version meine neue Nummer eins ist. Hier sind die harten Fakten, warum du sie sofort ausprobieren solltest:
Null Stress am Morgen — Das ist der Hauptgrund. Du machst alles am Vorabend. Kein Aufstehen früher, kein Zerteilen von Hefe, kein Warten auf Aufgehzeit. Du ziehst die Form aus dem Kühlschrank und ab in den Ofen. Perfekt, wenn du am Wochenende lange schlafen willst oder wenn die Kinder früh wach sind.
Maximale Fluffigkeit — Durch die lange Ruhezeit im Kühlschrank geht der Teig langsamer auf, aber dafür tiefer. Die Glutenstruktur entspannt sich. Das Ergebnis ist ein Teig, der nicht zäh, sondern extrem zart und luftig ist. Ich nenne das „Cloud-Texture“. Nach dem Backen sind sie so weich, dass sie sich fast wie ein Wolkenmeer anfühlen.
Gerade mal 10 Minuten aktive Arbeit — Ich sage es immer wieder: Es dauert nur 10 Minuten, bis die Form im Kühlschrank steht. Du mischst die trockenen Zutaten, fügst die feuchten hinzu, wälzt die Schnecken in der Butter-Zimt-Mischung und schicht sie in die Form. Das ist es. Das ist die ganze Arbeit. Der Rest passiert von allein.
Flexibel für jeden Geschmack — Diese Basis geht für alles. Willst du mehr Schokolade? Mehr Nüsse? Weniger Zucker? Der Teig verzeiht alles. Und weil du sie über Nacht ziehen lässt, können sie auch mal länger im Kühlschrank stehen, falls der Sonntagmorgen länger dauert als geplant.
Kostenfaktor — Im Vergleich zu den Zimtschnecken aus der Bäckerei oder dem Café sparst du hier richtig Geld. Die Zutaten sind billig, besonders wenn du sie im Angebot kaufst. Und die Menge reicht locker für eine ganze Familie oder sogar für kleine Nachbarn, die du morgen früh überraschen willst.
Dies ist meine Antwort auf „Was gibt’s heute?“ an einem Sonntag, an dem ich keine Lust auf kompliziertes Kochen habe, aber etwas Besonderes auf dem Tisch haben will.
Die Zutaten: Was du wirklich brauchst
Hier ist das Beste: Du hast wahrscheinlich fast alles schon in deinem Schrank. Für diese Overnight Zimtschnecken brauchst du keine exotischen Zutaten, die man extra für diesen einen Anlass kaufen muss. Hier ist, was in die Schüssel kommt und warum jede Komponente wichtig ist.
Weizenmehl (Type 405 oder 550) (500 g / 400 g) — Das Fundament. Type 405 ist feiner und ergibt einen noch zarteren Teig, ideal für Anfänger. Type 550 hat mehr Kleber, was für mehr Biss sorgt. Ich bevorzuge 405 für diese „Fluffig“-Version. Achte darauf, dass das Mehl nicht zu alt ist, sonst geht die Hefe schlechter.
Trockenhefe (1 Päckchen / 7 g) — Standard. Ich benutze immer die kleinen Päckchen aus dem Supermarkt. Frische Hefe geht auch, dann nimmst du etwa 20-25 g. Aber die Trockenhefe ist bequemer und hält sich monatelang im Schrank.
Zucker (100 g / 100 g) — Nicht nur für den Geschmack. Der Zucker füttert die Hefe. Ohne Zucker bleibt die Hefe faul und der Teig geht nicht richtig auf. Sei nicht geizig hier. Aber pass auf: Für die Füllung nutzen wir noch mal Zucker, also wiege genau.
Salz (1 TL / 5 g) — Wichtig! Salz kontrolliert die Hefeaktivität und hebt den Geschmack der Zimtmasse enorm. Ohne Salz schmecken Zimtschnecken flach und langweilig. Ein bisschen Salz ist der Unterschied zwischen „hausgemacht“ und „professionell“.
Milch (250 ml / 250 ml) — Raumtemperatur ist wichtig. Wenn die Milch eiskalt ist, bremst sie die Hefe. Nimm sie 30 Minuten vorher aus dem Kühlschrank. Alternativ geht auch lauwarme Wasser, aber Milch macht den Teig reicher und geschmackvoller.
Ei (1 großes Ei / ca. 60 g) — Das Ei gibt Struktur und Farbe. Es hilft dem Teig, seine Form zu behalten, während er aufgeht. Ich nehme immer Größe M oder L. Wenn du es vegan machen willst, ersetze es durch ein Leinsamei (1 EL gemahlene Leinsamen + 3 EL Wasser, 5 Min quellen lassen).
Weiche Butter (50 g / 50 g) — In den Teig. Sie macht ihn geschmeidig und verhindert, dass er beim Backen zu trocken wird. Sie muss wirklich weich sein, fast schmelzend. Nicht geschmolzen! Nur so weich, dass du einen Finger leicht hineindrücken kannst.
Weiche Butter (für die Füllung) (150 g / 150 g) — Dies ist der Trick für die Schichten. Die Butter muss in der Füllung dünn verteilt sein. Wenn sie zu kalt ist, reißt der Teig. Nimm hier hochwertige Butter, der Geschmack ist hier entscheidend.
Zimt (2-3 EL / 30 g) — Der Klassiker. Ich benutze gerne Zimtzucker, aber reiner Zimt schmeckt intensiver. Wenn du Zimt-Zucker-Mischung nimmst, reduziere den zusätzlichen Zucker in der Füllung etwas.
Puderzucker (100-150 g / 100-150 g) — Für die Glasur. Puderzucker löst sich besser als Kristallzucker. Du mischst ihn mit ein wenig Milch oder Zitronensaft. Ohne Glasur sind es nur Zimtschnecken. Mit Glasur sind es Overnight Zimtschnecken.
Tipp zur Aufbewahrung: Die abgedeckte Form mit dem Rohling-Teig kann bis zu 24 Stunden im Kühlschrank stehen. Wenn du sie länger als 12 Stunden drin lässt, sollte die Form sehr gut abgedeckt sein, damit sie nicht austrocknet.
Die Ausrüstung: Was du wirklich brauchst
Du brauchst kein teures Equipment. Hier ist, was ich tatsächlich benutze. Alles ist in jedem Haushalt zu finden.
Große Rührschüssel — Mindestens 4 Liter Volumen. Der Teig wirkt am Anfang klein, wird aber schnell größer. Eine Schüssel mit breitem Boden ist besser zum Kneten als eine hohe, schmale.
Backform (rund, ca. 26 cm) — Ich benutze eine runde Springform. Sie lässt sich leicht öffnen, wenn die Schnecken aufgegangen sind. Alternativ geht ein rechteckiges Blech (ca. 30×40 cm), dann schneidest du sie in Quadrate statt in Kreise. Quadratische Zimsschnecken sind auch super!
Küchenzettel oder Holzlöffel — Um den Teig zu kneten. Die Maschine geht auch, aber ich mag den Taktile-Feedback beim Händekneten. Es hilft dir zu spüren, wann der Teig fertig ist.
Backpapier — Auslegen der Form. Spart dir das Fetten der Form und sorgt dafür, dass nichts anklebt. Ein Muss.
Rollholz — Um den Teig dünn auszurollen. Ein einfaches Holzrollholz reicht völlig. Kein Teleskoproll nötig.
Küchenfolie oder abdeckbare Deckel — Wichtig für die Über-Nacht-Ruhe. Der Teig darf keine Luft bekommen, sonst bildet sich eine Kruste.
Schritt-für-Schritt: So machst du es perfekt
Alles klar, lass uns loslegen. Ich zeige dir genau, wie ich das mache. Keine komplizierten Fachbegriffe, nur klare Anweisungen.
Schritt 1: Den Grundteig mischen — Gib das Mehl, die Trockenhefe, den Zucker und das Salz in die große Schüssel. Vermische die trockenen Zutaten kurz mit dem Löffel. Mach eine Mulde in die Mitte. Gib die lauwarme Milch und das Ei in die Mulde. Die weiche Butter (50 g) dazu geben. Beginne, alles mit dem Löffel zu vermengen. Wenn es zu klebrig wird, nimm die Hände zur Hilfe. Knete den Teig für etwa 5-7 Minuten, bis er glatt und elastisch ist. Sensory Cue: Der Teig sollte sich wie eine weiche Ohrmuschel anfühlen. Wenn er an den Fingern klebt, ist das okay. Wenn er an der Schüssel klebt und sich nicht löst, gib einen kleinen Schuss Mehl hinzu. Nicht zu viel!
Schritt 2: Den Teig ruhen lassen (Kurzversion) — Decke die Schüssel mit einem feuchten Tuch ab. Lass den Teig an einem warmen Ort (nicht zugig!) für 15-20 Minuten ruhen. Das macht ihn geschmeidiger und leichter auszurollen. Warum? Das Gluten entspannt sich. Wenn du jetzt sofort ausrollst, schnurrt der Teig zusammen wie ein Gummiband.
Schritt 3: Die Füllung vorbereiten — In der Zwischenzeit nimmst du die 150 g weiche Butter und den Zimt-Zucker (oder Zimt + Zucker). Rühre beides in einer kleinen Schüssel zu einer pasteartigen Masse. Sie sollte dickflüssig wie Nussbutter sein, nicht flüssig. Wenn sie zu fest ist, gib einen Teelöffel Milch dazu. Tipp: Wenn die Butter zu kalt ist, kannst du sie kurz in der Mikrowelle auf 10 Sekunden erwärmen. Aber nicht schmelzen lassen!
Schritt 4: Ausrollen und bestreichen — Nimm den Teig aus der Schüssel und rolle ihn auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck von ca. 30×40 cm aus. Die Dicke sollte ca. 0,5 cm betragen. Bestreiche das Rechteck gleichmäßig mit der Zimt-Butter-Paste. Achte darauf, die Ränder frei zu lassen (ca. 1 cm), damit beim Aufgehen nichts herausquillt. Sensory Cue: Du solltest die braune Paste gleichmäßig sehen können, keine weißen Flecken.
Schritt 5: Aufrollen und schneiden — Beginne an der langen Seite und rolle den Teig fest, aber nicht zu stramm, auf. Du solltest eine lange „Wurst“ haben. Schneide jetzt die Schnecken ab. Nimm ein scharfes Messer oder besser noch: Zahnseide! Zahnseide schneidet den Teig sauberer, ohne ihn zu plätten. Schneide 12-16 Schnecken ab. Je dünner du schneidest, desto mehr Schnecken bekommst du.
Schritt 6: In die Form legen und über Nacht ruhen — Lege die Schnecken mit dem Schnitt nach oben in die mit Backpapier ausgelegte Form. Achte darauf, dass sie nicht zu dicht beieinander liegen, sie brauchen Platz zum Aufgehen. Decke die Form jetzt sehr gut ab. Küchenfolie direkt auf der Oberfläche ist am besten, oder ein großer Deckel. Stell die Form in den Kühlschrank. Zeit: Mindestens 8 Stunden, maximal 24 Stunden.
Schritt 7: Backen — Nimm die Form aus dem Kühlschrank. Wichtig: Lass die Schnecken nicht zu lange bei Raumtemperatur stehen, sonst werden sie zu flach. Stell den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vor. Backe die Overnight Zimtschnecken für 20-25 Minuten. Sie sollten goldbraun sein. Sensory Cue: Wenn sie goldbraun duften und leicht aufplatzen, sind sie fertig. Zieh sie nicht zu früh raus, sonst sind sie roh in der Mitte.
Schritt 8: Glasur und Servieren — Vermische den Puderzucker mit ein wenig Milch (ca. 2-3 EL) zu einer dickflüssigen Glasur. Gib sie sofort über die noch warmen Schnecken. Die Wärme schmilzt die Glasur leicht, sodass sie in die Poren einsickert. Lass sie 5 Minuten abkühlen, bevor du sie aus der Form nimmst. Sonst fallen sie auseinander.
Gesamtzeit: 10 Min. Vorbereitung + 8-12 Std. Ruhezeit + 25 Min. Backzeit.
Tipps & Tricks: Was ich aus Fehlern gelernt habe
Hier ist alles, was ich aus Dutzenden von Backversuchen gelernt habe. Das ist das Wissen, das in keinem Buch steht.
Der Teig ist zu klebrig? — Kein Problem. Feuchte deine Hände mit Wasser ab und knete weiter. Wasser hilft mehr als Mehl, weil es die Klebrigkeit löst, ohne den Teig zu trocken zu machen. Nicht zu viel Mehl nachstreuen!
Die Schnecken gehen nicht auf? — Überprüfe die Hefe. Ist sie abgelaufen? Ist die Milch zu kalt? Hefe braucht Wärme zum Leben. Wenn dein Kühlschrank sehr kalt ist (unter 4°C), kann die Hefe langsamer arbeiten. Das ist okay, aber sie muss mindestens 8 Stunden Zeit bekommen.
Pro-Tipp für extra Fluffigkeit: — Schlag das Ei und die Milch vor dem Mischen kurz auf, damit sie leicht schaumig werden. Das bindet Luft, die dem Teig beim Backen Volumen verleiht.
Fehler: Zu dick ausgerollt — Wenn der Teig dicker als 1 cm ist, bleiben die Innenbereiche roh, während die Außenränder verbrennen. Roll ihn dünn! 0,5 cm ist das Ziel.
Fehler: Glasur zu dick — Wenn die Glasur zu dick ist, läuft sie nicht runter, sondern bleibt als harte Kruste oben. Mach sie flüssiger. Sie soll wie flüssiger Honig sein, nicht wie Zahnpasta.
Variationen & Substitutionen: Mach es dir selbst
Sobald du die Basis beherrschst, kannst du wild spielen. Ich habe alle diese Varianten ausprobiert. Hier ist, was funktioniert:
Schoko-Zimtschnecken: — Streue nach der Zimt-Butter-Schicht eine Handvoll Schokostreusel oder kleine Schokoladenstücke auf den Teig, bevor du aufrollst. Die Schokolade schmilzt innen und sorgt für kleine süße Taschen.
Walnuss-Variante: — Streue geröstete Walnüsse über die Zimt-Butter-Schicht. Der nussige Geschmack passt perfekt zur Zimt-Süße. Ich mache das immer, wenn ich Herbststimmung will.
Vegan: — Ersetze die Butter durch Margarine oder Kokosöl (geschmacksneutral). Nutze eine Pflanzenmilch (Soja oder Hafer) statt Kuhmilch. Das Ei in der Glasur kannst du weglassen oder mit Apfelmus ersetzen (ändert aber den Geschmack leicht). Der Teig bleibt trotzdem fluffig.
Low-Carb-Ansatz: — Ersetze das Weizenmehl durch Mandelmehl. Achtung: Mandelmehl saugt mehr Flüssigkeit auf. Gib die Milch schrittweise hinzu. Der Teig wird dichter, aber immer noch lecker. Und die Zimt-Butter-Füllung bleibt gleich.
Protein-Boost: — Rühre einen Scoop Vanille-Proteinpulver in die Glasur. Schmeckt überraschend gut und macht sie zu einem sättigeren Frühstück.
Servieren & Aufbewahrung
Servieren: — Am besten direkt aus der Form. Sie sind warm, weich und klebrig. Perfekt dazu: Ein Glas kalte Milch oder ein starker Kaffee. Für eine festliche Note kannst du noch ein paar frische Beeren (Erdbeeren, Himbeeren) oder etwas Puderzucker darüber streuen. Die Säure der Beeren bricht die Süße der Schnecken.
Kühlschrank: — Übrig gebliebene Zimmschnecken (wenn es die gibt!) bewahrst du in einer luftdichten Dose auf. Sie halten sich im Kühlschrank für 2-3 Tage. Der Teig wird nach ein paar Tagen etwas fester, aber das ist normal.
Aufwärmen: — Der Ofen ist dein bester Freund. Stell die Schnecken für 5-10 Minuten bei 150°C in den Ofen. Sie werden wieder warm und die Glasur wird wieder klebrig. Die Mikrowelle geht auch (30 Sekunden), aber die Glasur wird dann oft gummiartig. Wenn du sie in der Mikrowelle machst, decke sie mit einem feuchten Küchentuch ab.
Gefrieren: — Du kannst die rohen, aufgegangenen Schnecken (nach der Über-Nacht-Zeit) einfrieren. Leg sie auf ein Blech, frier sie ein, bis sie hart sind, und pack sie dann in einen Gefrierbeutel. Wenn du sie backen willst, nimm sie raus und lass sie 1 Stunde tauen, bevor du sie backst. Oder backe sie direkt aus dem Gefrierzustand, aber dann brauchst du 5-10 Minuten mehr Backzeit.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
F: Kann ich den Teig auch mehrere Tage im Kühlschrank lassen?
A: Theoretisch ja, aber ich rate davon ab. Nach 24 Stunden beginnt die Hefe, den Teig zu säuern. Das schmeckt nicht mehr nach Zimtschnecken, sondern nach Sauerteig-Brot. Maximal 24 Stunden ist das Limit für den besten Geschmack.
F: Warum sind meine Schnecken unten braun, aber oben noch blass?
A: Das liegt oft an der Ofenhitze. Heize den Ofen besser länger vor. Und stell die Schublade unten ein, wenn dein Ofen eine hat (Unterhitze). Oder schieb das Blech eine Schiene höher. Und lass sie nicht zu früh raus!
F: Kann ich die Zimt-Butter-Füllung weglassen?
A: Ja, aber dann sind es keine Zimtschnecken mehr. Du kannst sie auch nur mit Puderzucker bestreuen oder mit Schokoguss überziehen. Aber die Zimt-Butter-Schicht ist das Herzstück. Sie sorgt für die Schichten und den Geschmack.
F: Warum sind meine Schnecken nicht so fluffig wie die vom Bäcker?
A: Bäcker nutzen oft Backmittel und viel mehr Zeit. Aber mit dieser Methode kommst du sehr nah dran. Der Trick ist, den Teig nicht zu dick auszurollen und ihn nicht zu stramm aufzurollen. Und: Geduld beim Aufgehen im Kühlschrank. Wenn sie zu klein sind, geben sie weniger Raum zum Aufgehen.
Letzte Gedanken
Diese Overnight Zimtschnecken sind mehr als nur ein Rezept. Sie sind ein Versprechen an dich selbst, dass du morgens nicht stressed sein musst. Sie sind der Beweis, dass gutes Essen nicht kompliziert sein muss. Mach sie am Freitagabend, schlaf ruhig, und wache mit dem besten Duft der Welt auf. Probier sie aus. Pass die Süße an, wie du magst. Mach sie größer oder kleiner. Aber probier sie.
Wenn du diese Zimtschnecken gemacht hast, lass es mich wissen! Schreib mir in die Kommentare, wie sie dir geschmeckt haben. Und wenn du mehr einfache, aber leckere Rezepte suchst, schau dir meine Original Oktoberfest Brezeln an – die sind auch super einfach und sehen toll aus. Oder probier die Oktoberfest Apfelstrudel für eine herbstliche Abwechslung. Viel Spaß beim Backen!
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Overnight Zimtschnecken
- Total Time: 8 Stunden 35 Minuten
- Yield: 12-16 Stück 1x
Description
Diese Overnight Zimtschnecken sind der perfekte Start in den Morgen: Nur 10 Minuten Vorbereitung am Vorabend, dafür unglaublich fluffig und aromatisch. Ideal für entspannte Wochenenden.
Ingredients
- 500 g Weizenmehl (Type 405 oder 550)
- 1 Päckchen Trockenhefe (7 g)
- 100 g Zucker
- 1 TL Salz (5 g)
- 250 ml Milch (lauwarm)
- 1 großes Ei (Größe M oder L)
- 50 g weiche Butter (für den Teig)
- 150 g weiche Butter (für die Füllung)
- 2–3 EL Zimt (ca. 30 g)
- 100–150 g Puderzucker (für die Glasur)
- 2–3 EL Milch (für die Glasur)
Instructions
- Vermische Mehl, Trockenhefe, Zucker und Salz in einer großen Rührschüssel. Mache eine Mulde in die Mitte.
- Gib die lauwarme Milch, das Ei und die 50 g weiche Butter in die Mulde. Knete den Teig 5-7 Minuten, bis er glatt und elastisch ist.
- Decke die Schüssel ab und lasse den Teig 15-20 Minuten an einem warmen Ort ruhen.
- Rühre die 150 g weiche Butter mit dem Zimt zu einer pasteartigen Masse für die Füllung.
- Roll den Teig auf einer bemehlten Fläche zu einem Rechteck (ca. 30×40 cm, 0,5 cm dick) aus. Bestreiche ihn gleichmäßig mit der Zimt-Butter-Paste.
- Rolle den Teig von der langen Seite fest auf und schneide 12-16 Schnecken ab (am besten mit Zahnseide).
- Lege die Schnecken in eine mit Backpapier ausgelegte Backform (rund, ca. 26 cm). Decke die Form gut ab und stelle sie für 8-12 Stunden (oder bis zu 24 Stunden) in den Kühlschrank.
- Nimm die Form aus dem Kühlschrank und stelle den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vor. Backe die Schnecken 20-25 Minuten goldbraun.
- Vermische Puderzucker mit etwas Milch zu einer Glasur. Gib sie über die noch warmen Schnecken und lasse sie 5 Minuten abkühlen, bevor du sie servierst.
Notes
Der Teig kann bis zu 24 Stunden im Kühlschrank stehen. Achte darauf, dass die Form sehr gut abgedeckt ist, damit der Teig nicht austrocknet. Für extra Fluffigkeit das Ei und die Milch vor dem Mischen kurz aufschlagen. Wenn der Teig zu klebrig ist, feuchte die Hände mit Wasser ab, statt mehr Mehl hinzuzufügen.
- Prep Time: 10 Minuten
- Cook Time: 25 Minuten
- Category: Frühstück
- Cuisine: Deutsch
Nutrition
- Serving Size: 1-2 Schnecken pro Pe
- Calories: 350
- Sugar: 30
- Sodium: 400
- Fat: 12
- Saturated Fat: 7
- Carbohydrates: 55
- Fiber: 2
- Protein: 6
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