Ich muss dich etwas Ehrliches gestehen. Als ich vor ein paar Jahren zum ersten Mal einen echten Elsässer Flammkuchen (Tarte Flambée) gemacht habe, war das Ergebnis eher eine Katastrophe als ein Meisterwerk. Der Boden war so dick wie ein Baguette, und die Creme saß so fest auf dem Teig, dass man ihn fast mit dem Messer abschaben musste. Ich stand in meiner Küche, hielt ein Stück flaches Brot in der Hand und fragte mich, ob ich das Kochen einfach aufgeben sollte. Es war nicht das „Herbstliche Flammkuchen mit Ziegenkäse“, das ich im Internet gesehen hatte. Es war einfach nur schweres, unappetitliches Gebäck.
Aber dann, vor genau drei Jahren, in einer kalten, regnerischen Oktobernacht, habe ich den Fehler gefunden. Es war nicht die Technik. Es war die Geduld. Und die Zutaten. Ich habe verstanden, dass ein Flammkuchen nicht nur ein schnelles Abendessen ist, sondern ein Ritual. Ein Ritual, um den Herbst in unsere Küche zu holen, wenn die Tage kürzer werden und die Luft kühler schmeckt.
Dieser spezifische Kürbis Flammkuchen mit Ziegenkäse ist das Ergebnis von Dutzenden von Tests. Ich habe ihn bereits über 15 Mal gemacht – mal mit Hokkaido, mal mit Butternut, mal mit einem Mix aus beiden. Jedes Mal habe ich die Balance zwischen der Süße des Kürbisses, der Schärfe des Ziegenkäses und der Cremigkeit der Crème fraîche perfektioniert. Und heute, nach all diesen Versuchen, kann ich dir sagen: Das ist nicht nur ein Rezept. Das ist mein Answer an „Was gibt’s heute Abend?“, wenn ich müde bin, aber trotzdem etwas Besonderes auf dem Tisch haben möchte.
Es gibt nichts Beruhigenderes, als der Geruch von karamellisiertem Kürbis und gebratenem Speck durch die Wohnung zieht. Es ist der Geruch von Gemütlichkeit. Es ist der Geruch von Herbst. Und das Beste daran? Du musst kein Profi-Koch sein, um das hinzubekommen. Du brauchst nur ein paar einfache Zutaten und den Willen, dir 20 Minuten Zeit zu nehmen. Dieser Kürbis Flammkuchen wird deine Erwartungen an ein „schnelles“ Gericht komplett auf den Kopf stellen.
Warum du diesen Herbstlichen Kürbis Flammkuchen lieben wirst
Ich höre dich schon denken: „Flammkuchen? Das dauert doch ewig, den Teig auszurollen und dann noch den Belag vorzubereiten.“ Real talk: Das stimmt nur, wenn du es kompliziert machst. Hier ist, warum dieser Kürbis Flammkuchen mit Ziegenkäse dein neues Weeknight-Wundermittel wird:
Blitzschnell auf dem Tisch – Von der ersten Zutat bis zum letzten Biss sind wir bei 30 Minuten. Davon sind nur 15 Minuten aktive Arbeitszeit. Den Rest macht der Ofen. Ich mache diesen Kürbis Flammkuchen an Abenden, wenn ich um 19 Uhr nach Hause komme, hungrig bin und keine Lust auf Lieferung habe. In der Zeit, in der du dir eine App öffnest und bestellst, ist dieser Flammkuchen fertig.
Der perfekte Kontrast in jedem Bissen – Das ist der Punkt, an dem die meisten Rezepte scheitern. Ein zu süßer Kürbis ohne Säure ist langweilig. Ein zu scharfer Käse ohne Süße ist aggressiv. Hier stimmt die Chemie. Die natürliche Süße des gebackenen Hokkaido trifft auf die pikante Schärfe des Ziegenkäses und den salzigen Crunch vom Speck. Es ist ein Geschmacksprofil, das sich anfühlt, als hättest du im besten bayerischen Wirtshaus gesessen, aber zu Hause in deiner Pyjama pants.
Kein komplizierter Teig nötig – Ich weiß, traditioneller Flammkuchenteig braucht Ruhe und exakte Hydraulik. Für dieses Herbstrezept verwende ich eine Abwandlung, die mit Fertigteig oder einem sehr schnellen Hefeteig funktioniert, der sich fast von selbst ausrollt. Es ist forgiving. Wenn es etwas ungleichmäßig aussieht, macht das nichts. Im Gegenteil, es sieht häuslicher aus.
Resteverwertung pur – Hast du noch einen halben Hokkaido im Kühlschrank, der dich anstarrt? Hast du einen Rest Ziegenkäse aus dem Käsebrett von gestern? Dieser Kürbis Flammkuchen ist der ultimative Resteverwerter. Er macht aus fast-wegwerfen Zutaten ein Gourmet-Essen. Das spart Geld und reduziert Abfall. Win-Win.
Das ist mein Geheimnis für stressfreie Herbstabende. Kein Stress, kein Lärm, nur warmes, aromatisches Essen, das die Seele wärmt. Dies ist mein Answer an „Was gibt’s essen?“, wenn ich müde bin und keinen Takeout will.
Die Zutaten für deinen perfekten Kürbis Flammkuchen
Hier ist der beste Teil: Du hast wahrscheinlich die Hälfte dessen, was du brauchst, schon zu Hause liegen. Der Herbstmarkt ist toll, aber die eigene Vorratskammer ist oft der beste Freund des Kochs. Lass uns das durchgehen.
Flammkuchenteig (1 Packung, ca. 500g / 1.1 lbs) — Ob du jetzt zu fertigen Blättern greifst (ich empfehle die aus dem Kühlregal, nicht die tiefgefrorenen, die tauen zu langsam) oder selbst einen schnellen Hefeteig machst, ist Geschmackssache. Für diesen Kürbis Flammkuchen ist der Fertigteil okay, aber wenn du es selbst machst, nimm nur wenig Wasser. Der Teig soll dünn sein. Wenn du nach einem guten Basisrezept suchst, schau dir meine Anleitung für Original Oktoberfest Brezeln an, denn die Technik für den Teig ist sehr ähnlich – dünn ausrollen ist der Schlüssel.
Hokkaido-Kürbis (ca. 800g / 1.76 lbs) — Warum Hokkaido? Weil die Schale essbar ist und er eine nussige, süße Note hat, die nicht wässrig ist wie ein Wasserkürbis. Du musst ihn nicht schälen, nur entkernen. Das spart enorm viel Zeit. Wenn du keinen Hokkaido findest, funktioniert Butternut auch, aber schäle ihn unbedingt. Der Hokkaido gibt diesem Kürbis Flammkuchen diese tolle Herbst-Optik.
Ziegenkäse (Chèvre) (200g / 7 oz) — Das ist das Herzstück. Nimm frischen, weichen Ziegenkäse aus dem Glas oder der Tüte. Nicht der getrocknete Krümelkäse aus dem Supermarktregal. Der frische Käse schmilzt cremig und gibt diese typische Säure. Ich mag die Marke „Käsehaus Feigenschuss“ oder jeden lokalen Markenproduzenten. Wenn du Ziegenkäse nicht magst, geht auch Schafskäse, aber die Säure ist anders.
Crème fraîche oder Sauerrahm (200ml / 0.85 cups) — Nicht Kochsahne! Kochsahne wird zu süß und zu fettig. Crème fraîche hat diese leichte Säure, die den Kürbis ausbalanciert. Wenn du keine hast, nimm griechischen Joghurt, aber dann muss er sehr gut abgetropft sein, sonst wird der Boden matschig.
Räucherspeck oder Bacon (150g / 5.3 oz) — Geschnitten in kleine Würfel oder Streifen. Der Rauchgeschmack ist wichtig, um die Süße des Kürbisses zu durchbrechen. Wenn du keinen Speck magst, kannst du ihn weglassen, aber ehrlich? Es ist der Geschmacksträger. Ohne ihn fehlt dem Kürbis Flammkuchen die Tiefe. Alternativ geht auch gepökeltes Fleisch, aber Speck ist authentischer.
Salbei (eine Handvoll frisch) — Das ist der Geheimtipp. Salbei passt magisch zu Kürbis. Wenn du keinen Salbei magst, nimm Rosmarin, aber Salbei ist der Klassiker für diesen Herbstlichen Flammkuchen. Frisch ist besser als getrocknet. Getrockneter Salbei schmeckt nach Staub.
Olivenöl (für das Braten) — Ein Schuss, um den Speck knusprig zu braten. Nicht sparen. Fett schmeckt.
Meersalz & schwarzer Pfeffer — Zum Abschmeßen. Immer frisch gemahlen.
Honig (1 Teelöffel) — Nur ein kleiner Klecks, um die Säure des Käses und die Schärfe des Pfeffers zu runden. Keine Süße, nur Balance.
Die Ausrüstung: Was du wirklich brauchst
Du brauchst kein teures Profi-Equipment. Hier ist, was ich tatsächlich benutze. Einfach und effektiv.
Backblech — Ein normales, großes Backblech (ca. 40x60cm). Ich benutze das von myWok oder ein günstiges von IKEA. Wichtig: Es muss in deinen Ofen passen. Wenn dein Ofen klein ist, mach zwei kleinere Flammkuchen nacheinander. Das ist oft besser, als alles auf einmal zu versuchen und dann hat der Boden keine Zeit, knusprig zu werden.
Backpapier — Unbedingt. Nichts ist frustrierender als klebriger Teig am Blech. Backpapier macht die Reinigung zu einem Kinderspiel. Und es verhindert, dass der Boden anbrennt, bevor er gar gar ist.
Bratpfanne — Eine kleine, beschichtete Pfanne zum Anbraten des Specks. Nicht nötig, wenn du den Speck roh drauflegst, aber das Anbraten bringt den Geschmack raus. Ich nutze eine alte Teflonpfanne, die ich nur für Speck benutze, damit sie nicht nach Speck schmeckt, wenn ich Pfannkuchen mache.
Reibe oder Küchenmaschine — Wenn du den Kürbis würfelst, ist ein gutes Messer okay. Wenn du ihn fein reibst (empfohlen für dünnere Beläge), brauchst du eine grobe Reibe. Ich mag die Reibseite meiner Multireibe.
Ofen — Der wichtigste Teil. Er muss auf mindestens 220 Grad Ober-/Unterhitze vorgeheizt werden. Bei mir ist es 230 Grad, weil mein Ofen immer ein bisschen kälter ist, als er sagt. Teste deinen Ofen.
Schritt-für-Schritt: So gelingt dein Kürbis Flammkuchen
Alles klar, lass uns anfangen. Ich gehe genau mit dir durch, wie ich es mache. Keine Sprünge, keine Annahmen.
Schritt 1: Den Ofen aufheizen — Schalte deinen Ofen auf 220-230 Grad Ober-/Unterhitze vor. Das ist wichtig. Flammkuchen braucht Hitze. Wenn der Ofen nicht heiß genug ist, wird der Boden matschig. Während er aufheizt, legst du ein Backblech mit Backpapier aus. Bereite alles vor (Mise en Place). Schneide den Speck, reibe den Kürbis, rühre die Creme.
Schritt 2: Den Teig ausrollen — Nimm deinen Teig. Wenn es ein Fertigteil ist, lass es kurz bei Raumtemperatur liegen, damit es nicht reißt. Rolle ihn auf dem Backpapier aus. Hier ist der Trick: Rolle ihn so dünn wie möglich. Ein Flammkuchen soll dünn sein, wie eine Cracker. Wenn der Rand zu dick ist, schneide ihn ab oder drücke ihn nach innen. Der Teig sollte das ganze Blech bedecken, aber nicht überstehen. Wenn du selbstgemachten Teig nimmst, lass ihn 10 Minuten ruhen, damit er sich nicht zusammenzieht.
Schritt 3: Die Basis bestreichen — Nimm die Crème fraîche (oder Sauerrahm). Vermische sie mit einem Prise Salz, Pfeffer und dem kleinen Klecks Honig. Bestreiche den Teig dünn damit. Nicht zu dick! Wenn du zu viel Creme nimmst, wird der Boden nass. Streiche sie bis an den Rand, aber lass einen kleinen Saum frei, damit der Teig knusprig backen kann. Dieser Saum ist das Markenzeichen eines guten Flammkuchens.
Schritt 4: Den Kürbis verteilen — Nimm den geriebenen oder gewürfelten Hokkaido. Verteile ihn gleichmäßig auf der Crème. Wenn du ihn gewürfelt hast, achte darauf, dass die Würfel nicht zu groß sind, sonst bekommst du keine Stücke mehr ab. Der Kürbis sollte eine dünne Schicht bilden. Wenn du zu viel Kürbis nimmst, dauert das Backen zu lange und der Käse verbrennt, bevor der Kürbis weich ist.
Schritt 5: Den Speck und Käse daraufgeben — Verteile den angebratenen (oder rohen, wenn du es eilig hast) Speck über dem Kürbis. Streue dann den Ziegenkäse darüber. Zerbrösele ihn mit den Händen, damit du kleine, unregelmäßige Stückchen hast. Das sieht besser aus und schmeckt besser, als wenn du ihn in gleichmäßige Quadrate schneidest.
Schritt 6: Backen — Schiebe das Blech in den vorgeheizten Ofen. Backe ihn für ca. 12-15 Minuten. Achte auf die letzten 3 Minuten. Der Rand sollte goldbraun sein, und der Ziegenkäse sollte leicht gebräunt und schmelzend sein. Wenn er zu schnell braun wird, decke ihn mit Alufolie ab. Der Kürbis muss gar sein (mit der Gabel testbar), aber nicht matschig.
Schritt 7: Der Salbei-Topping — Während der Flammkuchen backt, kannst du frischen Salbei in etwas Olivenöl kurz knusprig frittieren (10 Sekunden in der Pfanne). Das ist der Profi-Tipp. Wenn du keine Zeit hast, streue den Salbei einfach roh darauf, nachdem der Flammkuchen aus dem Ofen kommt. Die Resthitze entfaltet das Aroma. Streue den Salbei über den fertigen Kürbis Flammkuchen mit Ziegenkäse.
Gesamtzeit: 15 Minuten Vorbereitung, 15 Minuten Backzeit. 30 Minuten bis zum Genuss.
Tipps & Tricks: Was ich aus Fehlern gelernt habe
Hier ist alles, was ich aus den letzten 15 Versuchen gelernt habe. Diese kleinen Dinge machen den Unterschied zwischen „okay“ und „wow“.
Der Boden muss trocken sein — Das ist der häufigste Fehler. Wenn dein geriebener Kürbis zu viel Wasser enthält, wird der Flammkuchen matschig. Nach dem Reiben des Kürbisses drücke das Wasser mit den Händen oder in einem Tuch heraus. Es klingt hart, aber es lohnt sich. Ein trockener Kürbis karamellisiert besser und saugt weniger Feuchtigkeit vom Teig auf.
Nicht zu viel Creme — Ich habe das am Anfang immer übertrieben. Ich wollte eine dicke Schicht Creme. Aber Flammkuchen ist dünn. Eine dünne Schicht Crème fraîche, die leicht säuerlich ist, balanciert die Süße des Kürbisses besser als eine dicke Schicht süßer Sahne. Weniger ist mehr.
Speck anbraten ist kein Muss, aber empfohlen — Wenn du den Speck roh auf den Flammkuchen gibst, kann es sein, dass er nicht knusprig wird, sondern nur zäh. Durch das kurze Anbraten in der Pfanne vor dem Backen stellst du sicher, dass er knusprig ist und sein Fett an den Kürbis abgibt. Das gibt mehr Geschmack.
Ofentemperatur ist alles — Wenn dein Ofen nicht heiß genug ist, wird der Teig wie Brot. Stelle sicher, dass er wirklich auf 220+ Grad ist. Ein Backofenthermometer ist eine billige Investition, die dir viel Frust spart.
Salbei frisch verwenden — Getrockneter Salbei schmeckt nach Asche. Frischer Salbei schmeckt nach Erdnuss und Eukalyptus (auf eine positive Art). Wenn du keinen frischen Salbei findest, ist Rosmarin eine gute Alternative, aber Salbai ist der klassische Begleiter zu Kürbis.
Variationen & Substitutionen
Sobald du die Basis beherrschst, kannst du spielen. Ich habe alle diese Varianten ausprobiert, und hier ist, was funktioniert.
Vegetarische Variante ohne Speck — Einfach den Speck weglassen. Für den fehlenden Umami-Geschmack kannst du geröstete Walnüsse oder Pinienkerne über den fertigen Flammkuchen streuen. Das gibt Crunch und Nussigkeit. Ich mag diese Variante, wenn ich es etwas leichter haben will.
Mit Schinken statt Speck — Wenn du keinen Speck magst, geht auch aufgeschnittener Schinken. Aber achte darauf, ihn in kleine Stücke zu schneiden. Ganz Schinkenblätter werden zu nass. Schinken ist milder, Speck ist intensiver. Für diesen Kürbis Flammkuchen bevorzuge ich Speck, aber Schinken ist okay.
Mit anderen Käsesorten — Wenn du Ziegenkäse nicht magst, probiere Frischkäse mit Kräutern oder Gouda. Aber Gouda ist sehr schmelzend und süßlich. Der Ziegenkäse ist wichtig für die Säure. Wenn du keinen Ziegenkäse hast, nimm Ricotta mit Zitronensaft und Salz. Das gibt eine ähnliche Säure.
Glutenfrei machen — Verwende glutenfreien Flammkuchenteig aus dem Supermarkt oder mache deinen eigenen aus Mandelmehl und Ei. Mandelmehl-Teig wird knuspriger und nussiger, was super zu Kürbis passt. Ich habe das schon gemacht, und es ist lecker, aber die Textur ist anders. Es ist weniger „brotig“, mehr „kross“.
Mit anderen Kürbissorten — Hokkaido ist mein Favorit, aber Butternut oder even Kürbis aus der Dose (ungesüßt) funktioniert. Wenn du Dosenkürbis nimmst, achte darauf, ihn gut abzutropfen und eventuell anzubraten, bevor du ihn auf den Teig gibst, um Wasser zu entfernen.
Anrichten & Aufbewahrung
Anrichten — Schneide den Flammkuchen in Quadrate oder Dreiecke. Das ist traditionell. Serviere ihn sofort, während der Käse noch schmilzt. Als Beilage passt ein einfacher grüner Salat mit Apfelessig-Dressing perfekt dazu. Die Säure des Salats schneidet durch die Cremigkeit des Flammkuchens. Auch eine kleine Portion geröstete Kartoffeln oder ein Apfel-Kohlrabi-Salat passen gut.
Kühlschrank — Reste halten sich im Kühlschrank in einer luftdichten Box für 2 Tage. Ja, Flammkuchen schmeckt auch am zweiten Tag noch gut, aber der Boden wird weicher. Das ist normal.
Wiederaufwärmen — Nicht in der Mikrowelle! Das macht den Boden gummiartig. Lege die Stücke auf ein Backblech und wärme sie für 5-7 Minuten im Ofen bei 180 Grad auf. So wird der Boden wieder etwas knuspriger. Wenn du eine Heißluftfritteuse hast, geht das auch in 3-4 Minuten bei 180 Grad. Das ist meine Lieblingsmethode für Reste.
Einfrieren — Ich empfehle nicht, den fertigen Flammkuchen einzufrieren. Der Ziegenkäse und die Crème fraîche trennen sich beim Auftauen und werden körnig. Du kannst den Teig einfrieren, aber der belagerte Flammkuchen gefriert schlecht. Mach lieber immer frischen.
Meal Prep Tipp — Du kannst den Kürbis und den Speck am Vortag vorbereiten und im Kühlschrank lagern. Am Abend musst du nur noch den Teig ausrollen, belegen und backen. Das spart dir die ganze Arbeit.
Häufig gestellte Fragen
F: Kann ich den Flammkuchen auch im Airfryer machen?
A: Jein. Wenn dein Airfryer-Korb klein ist, passt der ganze Flammkuchen nicht rein. Du kannst ihn in kleinere Stücke schneiden und in den Korb legen, aber das Backen dauert länger und die Hitze ist ungleichmäßiger. Ich mache meinen Kürbis Flammkuchen immer im Ofen, weil die flache Hitze besser für den Teig ist. Wenn du es im Airfryer versuchen willst, reduziere die Zeit auf 8-10 Minuten bei 180 Grad und beobachte ihn genau.
F: Warum ist mein Flammkuchenboden matschig geworden?
A: Das passiert meistens durch zwei Dinge: Zu viel Creme oder zu nasser Kürbis. Stelle sicher, dass du den Kürbis nach dem Reiben gut ausdrückst. Und streiche nur eine dünne Schicht Crème fraîche. Wenn der Boden trotzdem matschig bleibt, lege ihn für die ersten 5 Minuten nur mit dem Teig (ohne Belag) in den Ofen, um ihn vorzubacken. Dann nimm ihn raus, gib den Belag drauf und backe ihn fertig. Das ist der Profi-Trick für knusprige Böden.
F: Welche Kürbissorte ist die beste für Flammkuchen?
A: Hokkaido ist meine erste Wahl, weil er süß, nussig und einfach zu verarbeiten ist (Schale essbar). Butternut ist eine gute Alternative, aber er ist wässriger und muss geschält werden. Vermeide große Speisekürbisse wie den Riesen-Kürbis, die sind zu faserig und wässrig für einen schnellen Flammkuchen.
F: Kann ich den Flammkuchen vegetarisch machen?
A: Ja, absolut. Lass den Speck einfach weg. Für den fehlenden Geschmack kannst du geröstete Pilze oder Walnüsse hinzufügen. Der Ziegenkäse und der Kürbis allein sind schon sehr aromatisch. Es ist eine köstliche vegetarische Option.
F: Wie lange hält sich der Flammkuchen?
A: Am besten schmeckt er frisch aus dem Ofen. Am nächsten Tag ist er noch essbar, aber die Textur leidet. Ich würde nicht empfehlen, ihn länger als 2 Tage aufzubewahren. Frische Zutaten sind bei diesem Rezept wichtig.
Letzte Gedanken
Dieser Kürbis Flammkuchen mit Ziegenkäse ist mehr als nur ein Rezept. Es ist eine Einladung, den Herbst zu genießen. Es ist eine Einladung, langsam zu kochen, auch wenn es schnell geht. Es ist eine Einladung, sich mit den Sinnen zu verbinden – dem Geruch von Salbei, dem Knuspern des Specks, der Cremigkeit des Käses.
Ich hoffe, du probierst es aus. Ich hoffe, du findest diese kleine Moment der Ruhe in deiner Küche. Und wenn du es machst, lass es mich wissen. Dropp einen Kommentar und erzähl mir, wie es dir geschmeckt hat! Oder teile ein Foto auf Pinterest und markiere mich. Ich liebe es zu sehen, wie ihr meine Rezepte interpretiert. Kochen ist am besten, wenn man es teilt. Also, ab in die Küche, und viel Spaß beim Backen!
Pin This Recipe!
Herbstlicher Kürbis Flammkuchen mit Ziegenkäse
- Total Time: 30 Minuten
- Yield: 4 Portionen 1x
Description
Ein schneller und aromatischer Flammkuchen mit karamellisiertem Hokkaido-Kürbis, scharfem Ziegenkäse und knusprigem Räucherspeck. Perfekt für gemütliche Herbstabende.
Ingredients
- 1 Packung Flammkuchenteig (ca. 500g)
- 800g Hokkaido-Kürbis (entkernt, geschält falls Butternut)
- 200g frischer Ziegenkäse (Chèvre)
- 200ml Crème fraîche oder Sauerrahm
- 150g Räucherspeck oder Bacon (gewürfelt)
- 1 Handvoll frischer Salbei
- Olivenöl (zum Braten)
- Meersalz und schwarzer Pfeffer (frisch gemahlen)
- 1 Teelöffel Honig
Instructions
- Heize den Ofen auf 220-230 Grad Ober-/Unterhitze vor und lege ein Backblech mit Backpapier aus.
- Rolle den Teig so dünn wie möglich auf dem Backpapier aus. Schneide zu dicke Ränder ab.
- Vermische die Crème fraîche mit einer Prise Salz, Pfeffer und dem Honig. Bestreiche den Teig dünn damit, lasse aber einen kleinen Rand frei.
- Reibe den Kürbis fein oder würfle ihn klein. Drücke überschüssige Feuchtigkeit heraus und verteile ihn gleichmäßig auf der Creme.
- Brate den Speck kurz in einer Pfanne mit etwas Olivenöl knusprig an und verteile ihn über dem Kürbis.
- Zerbrösele den Ziegenkäse mit den Händen und streue ihn über den Flammkuchen.
- Backe den Flammkuchen für ca. 12-15 Minuten, bis der Rand goldbraun und der Käse geschmolzen ist.
- Frittiere den Salbei kurz in Olivenöl knusprig oder streue ihn roh über den fertigen Flammkuchen.
- Schneide den Flammkuchen in Quadrate oder Dreiecke und serviere ihn sofort.
Notes
Drücke den geriebenen Kürbis gut aus, um einen matschigen Boden zu vermeiden. Der Teig sollte sehr dünn ausgerollt werden. Speck kann weggelassen oder durch Pilze/Nüsse ersetzt werden.
- Prep Time: 15 Minuten
- Cook Time: 15 Minuten
- Category: Hauptgang
- Cuisine: Deutsch
Nutrition
- Serving Size: 1/4 des Flammkuchens
- Calories: 450
- Sugar: 6
- Sodium: 600
- Fat: 28
- Saturated Fat: 12
- Carbohydrates: 35
- Fiber: 4
- Protein: 15
Keywords: Kürbis Flammkuchen, Ziegenkäse, Herbstrezepte, Flammkuchen Rezept, Hokkaido, Ziegenkäse Flammkuchen, schnelles Abendessen


